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Kann ein KI-Avatar an einer Hochschule mitdiskutieren?

Kurz gesagt

Ja, als Gast auf der Leinwand, an der Tagung wie im Seminar. Die Moderation ruft den KI-Avatar beim Namen. Nach seiner Antwort können auch Studierende nachfragen, wenn ihr Mikrofon über das Mischpult läuft. So sehen sie, wo er widerspricht und wo er nicht weiterweiss. Wir empfehlen Tina, für eine Streitfrage dazu Albert oder Vera.

Unsere Empfehlung

Stand 2. Oktober 2026

01Nachbesprechen

Das Seminar kann über ihn reden, ohne dass er antwortet

Nach der Antwort des KI-Avatars will das Seminar über sie reden, solange er noch auf der Leinwand steht. Das geht. Die Studierenden können einander fragen, wie sie gemeint war, und er fährt nicht dazwischen. Er meldet sich erst wieder, wenn ihn jemand beim Namen ruft oder gleich nachhakt.

Als ihm jemand ausdrücklich zustimmte, mit seinem Namen im Satz, blieb der KI-Avatar still. Er blieb es auch, als man einen Gast fragte, ob er es ähnlich sehe wie der KI-Avatar. Sein Name fiel beide Male, aber keiner der Sätze war an ihn gerichtet.

Fragt jemand nach einer Studie, die er nicht kennt, nennt er keine. Er sagt, dass er sie nicht kennt. Nach der Runde kann das Seminar nachschlagen, ob es die Studie gibt und was darin steht.

02Formate

Wer ihm eine Frage stellen kann, entscheidet das Mischpult

Der KI-Avatar hört nur die Mikrofone, die über das Mischpult in unseren Laptop laufen. Wer ohne ein solches Mikrofon spricht, ist für ihn nicht im Raum.

  • Podium

    Podiumsdiskussion an einer Tagung

    Die Moderation ruft ihn auf wie die übrigen Gäste. Die Podiumsmikrofone laufen über das Mischpult, er hört also jede Stimme dort oben. Eine Frage aus dem Publikum stellt ihm die Moderation mit seinem Namen. Liegt ein Saalmikrofon mit auf dem Weg in unseren Laptop, hört er sie auch direkt.

  • Seminar

    Diskussion im Seminar

    Die Dozentin oder der Dozent moderiert. Eine Frage aus den Reihen ohne Mikrofon erreicht ihn nur über die Moderation, mit seinem Namen laut wiederholt oder auf dem Tablet getippt. Sprechen die Studierenden in ein Mikrofon am Mischpult, können sie nach seiner Antwort selbst nachhaken, ohne seinen Namen. Eingestellt ist, dass dieses Gespräch 12 s nach dem letzten Satz endet.

03Charakter

Tina für den Hörsaal, Albert oder Vera für die Streitfrage

Für den Hörsaal empfehlen wir Tina. Sie ist als Erklärerin angelegt und macht das Fachliche für das erste Semester fassbar, auch wenn Fachleute mit auf dem Podium sitzen.

Geht es um eine umstrittene These, kommt Albert oder Vera dazu. Wer Albert aufruft, bekommt eine Position, an der sich das Podium reiben kann. Vera will die Quelle hören, sobald eine runde Zahl fällt, und stellt damit die Frage, die Studierende im Methodenkurs lernen.

04Vorbereiten

Zwei Dinge, die Studierende vor der Runde wissen sollten

Wer im Seminar fragt, ordnet oft zuerst ein, und die eigentliche Frage steht erst im letzten Satz. Ob der KI-Avatar sie nach so langem Anlauf noch als Nachfrage an sich erkennt, darauf sollte sich niemand verlassen. Wer lange ausholt, stellt die eigentliche Frage am Schluss mit dem Namen im selben Satz, etwa «…, Tina, was heisst das für uns?». Dann ist sie ein Aufruf.

Im Seminar fällt eine Frage schnell auf Schweizerdeutsch. Die versteht er nicht, er versteht vorerst nur Hochdeutsch. Sagen Sie das den Studierenden, bevor die Runde beginnt, damit auch die erste Frage nicht auf Mundart kommt.

05Raum

Hat Ihr Seminarraum ein Mischpult?

Ein Beamer an der Decke genügt nicht. Der Raum braucht ein Pult, an dem die Mikrofone zusammenlaufen und über das seine Stimme auf die Lautsprecher geht.

Klären Sie zuerst mit Ihrer Medientechnik, welcher Raum ein Mischpult hat. Davon hängt ab, ob die Diskussion im Seminarraum stattfinden kann oder in einen Saal mit Anlage umzieht.

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