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KI-Moderator oder KI-Teilnehmer: Wer führt das Gespräch?

Kurz gesagt

Ein KI-Moderator führt durch das Programm und verteilt das Wort. Ein KI-Teilnehmer diskutiert mit und spricht, wenn die Moderation ihn aufruft. Die KI-Avatare von Aura51 sind Teilnehmer, einen virtuellen Moderator bieten wir nicht an. Wer moderiert, muss neutral sein und sofort auf den Saal reagieren. Dafür sind unsere KI-Avatare nicht gebaut.

Stand 2. Oktober 2026

01Zwei Rollen

Der Moderator verteilt das Wort, der Teilnehmer bekommt es

Ihr Programm steht, das Podium ist besetzt, nur die Moderation ist noch offen. In Ihrem Team fällt der Vorschlag, das könne doch eine KI übernehmen. Unter dem Stichwort KI-Moderator stecken allerdings zwei Rollen, die kaum etwas gemeinsam haben.

Ein KI-Moderator, auch virtueller oder digitaler Moderator genannt, nimmt den Platz der Moderatorin ein. Ein KI-Teilnehmer ist dagegen einer der Gäste und erscheint als Gesicht auf der Leinwand. Wer nach KI-Moderation sucht, stösst ausserdem auf Software, die Beiträge auf Plattformen prüft und löscht, ein ganz anderes Feld.

KI-Moderator

  • Eröffnet, stellt die Gäste vor und schliesst ab.
  • Gibt das Wort und nimmt es wieder weg.
  • Unterbricht einen Gast, der überzieht.
  • Hält die eigene Meinung heraus.

KI-Teilnehmer

  • Spricht, wenn die Moderation ihn beim Namen ruft.
  • Beantwortet gleich danach Nachfragen, auch ohne seinen Namen.
  • Antwortet so lang, wie die Frage es verlangt.
  • Vertritt die Position aus seinem Briefing, auch gegen die anderen Gäste.

02Unser Entscheid

Warum bei uns ein Mensch moderiert

Unsere KI-Avatare moderieren nicht. Wer moderiert, muss neutral bleiben, und jeder unserer Charaktere bringt eine Haltung mit: Albert als Provokateur, Vera als Skeptikerin.

Moderieren heisst ausserdem, sofort zu reagieren, etwa wenn ein Gast überzieht oder der Saal unruhig wird. Beim KI-Avatar vergehen selbst im besten Fall rund 1,5 s bis zum ersten Ton. Er hört standardmässig nur die Bühnenmikrofone, und wie der Saal reagiert, bekommt er nicht mit.

Eine Moderation, die wartet, bis man sie ruft, eröffnet keinen Anlass und überbrückt keine Pause. Der KI-Avatar wartet auf seinen Namen. Solange ihn niemand ruft oder per Knopf auslöst und kein Gespräch mit ihm läuft, bleibt er still, auch wenn es auf dem Podium lange ruhig wird.

Und der KI-Avatar braucht Internet. Fällt es aus, verliert das Podium einen Gast. Fiele ein KI-Moderator aus, stünde der ganze Anlass still.

Wer einen virtuellen Moderator sucht, der allein durch eine Veranstaltung führt, ist bei uns deshalb an der falschen Adresse.

03Der Test

Ein Teilnehmer darf einen Themenwechsel verpassen, die Moderation nicht

In einem Live-Test am Laptop leitete die Moderation zum nächsten Thema über. Der KI-Avatar ging nicht mit. Das Protokoll des Laufs zeigte den Grund: Den Satz, mit dem die Moderation weiterführte, hielt er nie für eine Frage, und eine Regel, dass sie den Kurs bestimmt, hatte er nicht.

Wer moderiert, ruft ihn nach einem Themenwechsel mit dem neuen Thema beim Namen auf, statt zu warten, ob er mitgeht. Verpasst die Moderation selbst einen Wechsel, holt niemand die Runde zurück.

04Die Arbeitsteilung

Die Moderation bleibt neutral, der KI-Avatar nimmt Partei

Weil der KI-Avatar eine Seite vertritt, muss die Moderation die Gegenposition nicht selbst spielen. Fehlt der Runde eine Gegenstimme, ruft sie ihn auf und bleibt selbst neutral. Welche Seite er einnimmt, legt das Briefing fest.

Er hat die ganze Diskussion mitgehört und kann einem Gast mit Namen widersprechen. Wann er das tut, entscheidet die Moderation mit ihrem Aufruf. Ruft sie danach einen anderen Gast auf, ist sein Gespräch beendet, und stoppen kann sie ihn jederzeit.

Wer einen KI-Avatar einplant, legt deshalb mit der Moderation fest, bei welchen Fragen sie ihn aufruft. Aufrufen muss sie ihn vorerst auf Hochdeutsch; Mundart versteht er nicht, Englisch noch nicht.

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